Sprungschanzen Gibswil im Zürcher-Oberland

Willkommen bei den Sprungschanzen Gibswil

Die ganzjahres Skisprunganlagen im Zürcher-Oberland.


Coole Resultate am Fis Schüler GP in Ruhpolding

Der Fis Schüler Grand Prix ist ein von der FIS initiierter internationaler Vergleichswettkampf für die besten Springer in den Alterskategorien S12 (JG06/07) und S13 (JG05). Seit einigen Jahren findet dieser Wettkampf in Ruhpolding (D) statt. Mit ca. 80 Athleten war der Wettkampf in diesem Jahr sehr gut besucht. Ganze 14 Nationen waren dieses Jahr dabei. Neben den Top-Nationen Slowenien, Österreich, Polen und Deutschland auch ein paar eher exotische Nationen wie zum Beispiel Süd-Korea.



Das Schweizer Team setzte sich in diesem Jahr aus folgenden Athleten zusammen: Celina Wasser (06), Nora Gutknecht (06), Felix Trunz (06), Marius Sieber (05) und Janne Hösli (06) - alle vom SC am Bachtel. Sowie Néo Freiholz (05/Vallée de Joux) und Mauro Imhof (05/Einsiedeln).



Für ein Highlight sorgte Felix Trunz, der mit einer bestechenden Beständigkeit einen Sprung nach dem anderen auf die Schanzenanlage in Ruhpolding zauberte und dabei auch beim Hill Size noch einen schönen Telemark setzten konnte. Belohnt wurde er dafür mit den weitesten Sprüngen der ganzen Konkurrenz, sehr guten Stilnoten und dem Sieg in der Kategorie S12. Wir gratulieren!



Bei Néo Freiholz klappte es ebenfalls sehr gut mit den Sprüngen, aber nicht ganz so gut mit der Landung. Auch wenn es auf dem Foto ganz gut aussieht - der Telemark muss halt bei der Landung gesetzt werde und nicht ein paar Meter danach...



Für die eher bescheidenen Landungen gab es einige Abzüge bei den Stilnoten und so reichte es am Schluss trotz zweimal Bestweite in seiner Kategorie S13 nicht ganz zum Sieg. Der 2. Schlussrang ist aber ebenfalls ein tolles Ergebnis.



Bei Marius Sieber war wieder zu viel Druck und zu viel Nervosität im Spiel. Manchmal braucht es vielleicht mehr Ruhe und Abstand im Umfeld um auch Ruhe in den Athleten zu bringen.



Nichtsdestotrotz zeigte er in einzelnen Sprüngen, dass auch er locker aufs Podest hätte springen können (Probesprung am Sonntag auf 45 Meter!). Am Schluss schaute ein 9. Rang heraus. Das Resultat ist aber zweitrangig. Wichtig ist es aus den Erfahrungen zu lernen.



Bei den Girls durfte am Samstag im Einzelwettkampf nur Celina Wasser regulär teilnehmen. Nora Gutknecht war aber als Vorspringerin im Einsatz und konnte erstmals an einem internationalen Wettkampf Erfahrungen sammeln. Das Highlight für Nora gab es am Sonntag beim Probesprung fürs Teamspringen. Sie segelte ganz überraschend für alle auf 34.5 Meter. Wo sie diesen Sprung hergeholt hat, wissen wir nicht, aber so schnell vergessen werden wir ihn nicht. 

Für Celina Wasser war es das zweite Mal Ruhpolding. Sie hatte von Anfang an ein bisschen Mühe mit der Anpassung an die Schanze. Celina braucht für so etwas normalerweise viel Zeit, diese hatten wir leider nicht. So waren die Sprünge das ganze Wochenende hindurch durchwachsen. Aber beim Einzelwettkampf zeigte Celina nach einem verkorksten ersten Sprung (31m), was sie drauf gehabt hätte und segelte in Durchgang zwei auf 39 Meter und damit der Bestweite in diesem Durchgang. Dass die Stilnoten noch nicht so bombig sind, daran müssen wir sicherlich auch noch arbeiten. Trotz diesem tollen Sprung reichte es nicht mehr ganz aufs Podest. Aber eine Steigerung von 26.5 Meter im letzten Jahr auf 39 Meter in diesem Jahr ist, glaube ich, auch eine sehr, sehr schöne Sache.



Mauro Imhof zeigte das ganze Wochenende hindurch für seine Verhältnisse sehr gute Sprünge und er konnte sich am Schluss in der Kategorie S13 über einen guten 13. Rang freuen.



Janne Hösli rutschte eher überraschend in das Schweizer Aufgebot herein. Er hat das aber gut gemacht. Von Sprung zu Sprung war eine kleine Steigerung ersichtlich und am Sonntag dann im Teamwettkampf ein kleines Highlight: Janne segelt im ersten Durchgang auf 34.5 Meter...das hat so keiner erwartet. Unglaublich.
 


Beim Teamwettkampf konnten wir leider kein reguläres Team stellen, weil uns bei den 05er ein Mädchen fehlte und bei den 06er ein Junge. S12/S13 dürfen beim Teamspringen nicht gemischt werden. Und wir hatten nur zwei Mädchen mit Jahrgang 06 dabei. So wurden wir automatisch zum Mixed-Team degradiert. Team Schweiz 1 mit Celina, Felix, Marius und Néo wäre auch im regulären Teamwettkampf ganz vorne mitgesprungen, egal in welcher Kategorie. Vor allem, wenn die Landungen am Sonntag noch eine Spur besser gewesen wären. Aber irgendwie waren alle ein bisschen müde. Für den Sieg im Mixed-Wettbewerb reichte es trotzdem mit deutlichem Vorsprung. Und ein Schweizer Skisprung-Team ganz zuoberst auf dem Podest, das gibt und gab es wohl nur sehr selten.



Mauro, Nora und Janne bildeten mit einer lettischen Springerin zusammen ein Mixed-Team. Auch sie zeigten eine gute Leistung und beendeten den Mixed-Wettbewerb auf dem 4. Rang.


Es war wieder ein cooler Wettkampf und die Schweizer Athleten haben uns mit ihrem Selbstvertrauen und ihrer Selbstverständlichkeit überrascht. Am Sonntag zückten die ausländischen Trainer und Betreuer jeweils ihr Handy und ihr iPad, wenn Felix oben auf dem Balken sass - alle wollten sie seinen Sprung filmen. Auch hat uns gefreut, dass sich alle Schweizer zusammen über den Sieg von Felix und den 2. Rang von Néo gefreut haben. Ein richtiges Team.



Wir freuen uns über die Resultate und die guten Ansätze, wir wissen aber auch, dass die Relevanz dieser Resultate für die Zukunft sehr klein ist. Wir hoffen, unsere Athleten können das auch einschätzen. Das Wichtigste ist, dass man aus diesen Wettkämpfen Erfahrungen und Motivation für die nächsten Jahre mitnehmen kann und natürlich kann ein gewisses Selbstvertrauen und ein gewisses Selbstverständnis nicht Schaden. Was die anderen Nationen können, können wir auch.

In diesem Sinne: es wartet in den nächsten Jahren viel Arbeit auf und neben der Schanze, damit das keine One-Hit-Wonder bleiben, weil von denen hatten wir in der Schweiz schon genug.

Merci an die Kids für den Einsatz!

GO Switzerland GO
GO Bachtel GO

ps: Einen herzlichen Gruss von Ladyslav Rygl (Senior) an alle Schweizer ehemaligen Kombinierer und Springer - Rygl war von 92-97 und 00-01 Trainer der Schweizer Nordisch Kombinierer. Sein Enkel David war beim Wettkampf mit dabei.






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