Sprungschanzen Gibswil im Zürcher-Oberland

Willkommen bei den Sprungschanzen Gibswil

Die ganzjahres Skisprunganlagen im Zürcher-Oberland.


Weite Sprünge und 6 Medaillen an der Schweizermeisterschaft

Nach sechs Jahren Aufbauarbeit durften wir an der diesjährigen SM doch so einige Highlights miterleben. In allen Kategorien, ausser in der Elite, stand mindestens ein Bachteler, respektive eine Bachtelerin auf dem Podest. Von den 10 gestarteten Athleten vom SC am Bachtel konnten fast alle eine gute Leistung abrufen. Bei ein paar wenigen hat es nicht ganz nach Wunsch geklappt, aber auch das gehört dazu. Auch daraus kann man wertvolles Lernen. Wenn man denn will.



Bei den Junioren zeigte Dominik Peter eine gute Leistung. Mit 111.5 und 110.0 Metern sicherte er sich hinter Sandro Hauswirth die Silbermedaille. Sandro war in diesem Jahr einfach einen Ticken besser - genauer gesagt waren es 2.5 Meter pro Sprung. Dominik darf aber mit dem 2. Rang sicherlich zufrieden sein und die beiden werden sich in den nächsten Jahren wohl noch das eine oder andere Mal um eine gute Platzierung duellieren. Das war nicht der letzte Fight.

Die fast schon obligatorische Goldmedaille holte sich Dominik dann im Teamspringen - mit grossem Vorsprung auf die Konkurrenz. Leider waren nur vier reguläre und ein Mixed-Team am Start.



Mario Anderegg fehlten mit mittelmässigen Sprüngen dann doch 7-8 Meter pro Sprung auf den Bronze-Platz. Mit ein wenig mehr technischer Finesse wäre die Bronzemedaille diesmal gar nicht so weit weg gewesen. Wir hoffen Mario bleibt dran und vielleicht braucht es manchmal einen Schritt zurück um wieder einen Schritt nach vorne zu kommen.


Definitiv am Spannendsten und Umkämpftesten präsentierte sich die U16-Kategorie auf der K70-Schanze. Insgesamt 17 Springer standen am Start. Mit fünf Athleten stellte der SC am Bachtel das grösste Teilnehmerkontingent aller Skiclubs. Ganze 8 Athleten schafften am Schluss eine Punktzahl von mehr als 200 Punkten. Das sah in den letzten Jahren komplett anders aus. Da waren es jeweils nur die ersten Drei, die auf mehr als 200 Punkte gekommen sind und danach kam jeweils ein riesen Loch.



In einem Hitchkock-Finale ersprang sich der 13-jährige Yanick Wasser mit mittelmässigen Sprüngen, aber mit sehr viel Gefühl und einer mehr oder weniger sauberen Telemark den verdienten U16-Schweizermeistertitel. Nach fünf Jahren akribischer Arbeit und doch wieder ein paar turbulenten letzten Wochen segelte Yanick an diesem Tag auf 76 und 76.5 Meter. Mit minim besseren Stilnoten als sein gleich weit gesprungener Kontrahent reichte das zur Goldmedaille. Das Nachsehen hatte der zwei Jahre ältere Noah Camenzind (Einsiedeln), der sich mit Rang 2 begnügen musste. Yanick, das war verdient, für all die Arbeit, die du da rein gesteckt hast. Wir hoffen, das behältst du dir bei. Und eines ist bei Yanick sicher - die Frisur sitzt. (siehe Podestfotos)



Der 11-jährige Felix Trunz zeigte ebenfalls eine sehr gute Leistung. Mit dynamischen, aber ein wenig unruhigen Sprüngen sicherte sich Felix als jüngster Teilnehmer die Bronzenmedaille. Ganz ehrlich: irgendwie sind wir auch ein bisschen froh, dass er diesmal noch nicht ganz oben auf dem Podest gestanden hat, auch wenn er dazu in der Lage gewesen wäre. Irgendwie stimmt dieser dritte Rang. Vermutlich ist er damit der jüngste Springer, der je auf einem Podest der U16-SM gestanden hat. Davon lassen wir uns aber nicht verrückt machen. Cool bleiben und weiter arbeiten...ganz in Ruhe.



Bei fünf Bachteler Athleten ist es natürlich nicht möglich, dass am Schluss alle auf dem Podest stehen. Aber manchmal muss man auch nicht auf dem Podest stehen um ganz viele Menschen glücklich zu machen. Das Geburtstagskind Leon Zihlmann (14 Jahre) machte sich selber und allen Trainern das grösste Geschenk und katapultierte sich mit zwei wunderschönen Sprüngen auf 71.5 und 70.5 Metern vom letzten Platz im Vorjahr auf den 4. Schlussrang in diesem Jahr. Besser als alle Athleten, die all die Jahre so viel weiter gesprungen sind als Leon. Manchmal passieren noch Wunder...



Für Syrill Wyss und Marius Sieber lief es an diesem Tag eher mittelmässig. Wobei Syrill mit seinem tollen ersten Sprung auf 70 Meter eigentlich das zeigen konnte, was er momentan drauf hat. Leider klappte es dann in Sprung zwei nicht mehr ganz so toll. Bei Marius war es wie immer in den letzten Monaten ein bisschen ein Auf und Ab. Ein paar kleine technische Fehler und schon fehlten unten ein paar Meter.



Fairerweise muss man sagen, dass beide im Vergleich zur Skiclubexternen Konkurrenz immer noch einen sehr guten Wettkampf abgeliefert haben. Es ist einfach momentan so, dass Yanick und Felix für ihre Alter auf einem sehr hohen Niveau springen und dann erblassen halt die Leistungen von den anderen Athleten ein bisschen. Aber es kann ja auch ein Vorteil sein, wenn man nicht zu früh und zu oft im Rampenlicht steht.



In der Damenkategorie kam es zu einer Überraschung. Zwar standen genau die drei Athletinnen auf dem Podest, welche man auch dort erwartet hatte. Jedoch stand zuoberst diesmal nicht Rea Kindlimann, sondern die 12-jährige Sina Arnet. Sina nutzte die Gunst der Stunde und die für ihr Körpergewicht idealen Windbedingungen und segelte mit einem frechen Sprung im ersten Durchgang auf 74 Meter. Der zweite Sprung war dann deutlich kürzer und auch fast schon gefährlich. Dass es technisch dabei nicht ganz in die Richtung geht, in die wir es uns eigentlich vorstellen, lassen wir mal aussen vor. Sina nutzte den völlig missratenen Auftritt von Rea und holte sich überraschend die Goldmedaille bei den Damen.



Wir wünschen uns, dass Sina diesen Sieg richtig einschätzen kann und auf dem Boden bleibt. Der Weg ist noch lang und irgendwann ist auch Sina kein Mädchen mehr und dann braucht es einen Sprung, der ein bisschen anders funktionert - nur nach vorne knallen geht irgendwann nicht mehr. Für Rea hoffen wir, dass dies ein Startschuss war für noch akribischeres Arbeiten - vor allem neben der Schanze. Nach vielen Highlights in diesem Sommer war dies sicher eine Enttäuschung, aber genau aus solchen Momenten kann man unglaublich viel lernen, wenn man es zulässt...und in knapp vier Monaten wartet ein grosses Ziel.



Ah ja, auf dem dritten Rang bei den Damen landete Emily Torazza (Riedern). Die Bald-Schweizerin, die des öfteren auch mit uns trainiert, setzte sich knapp gegen Alena Czekala (Einsiedeln) durch. Simone Buff landete auf dem sechsten und damit letzten Platz. Simone ist momentan körperlich einfach nicht in der Verfassung, die es für weitere Sprünge bräuchte. Wir hoffen, dass sich das irgendwann wieder ändert.


Beim Elite-Wettkampf am Sonntag standen Dominik Peter und Mario Anderegg im Einsatz. Dominik tastet sich dabei von Jahr zu Jahr immer Näher an die nationale Spitze heran. Mit Rang 7 sichert er sich sein bisher bestes Ergebnis an einer Elite-SM. Mario lief es resultatmässig (12. Rang) fast ein bisschen besser als beim Junioren-Wettkampf. Er konnte mit ein bisschen weniger Anlauf diesmal zwei Athleten hinter sich lassen, die am Vortag noch deutlich weiter gesprungen sind.


(Merci allen Fotografen)

Im nächsten Jahr findet die SM voraussichtlich wieder in Kandersteg statt. Unsere Ziele sind bereits gesteckt: 2-3 SM-Neulinge, mehr Teilnahmen am Junioren-Wettkampf und endlich unser eigenes Bachtel-Youngsters-Team beim Teamwettkampf. Ab nächster Woche arbeiten wir darauf hin...SM Kandersteg 2018 - wir kommen!

SM-Team 2017


Und zum Schluss:
Danke Sara für knapp 8 Jahre Schweiss, Blut und Tränen. 8 Jahre ist eine verdammt lange Zeit und wenn es nach dir gegangen wäre, wäre schon so oft Schluss gewesen mit dem Ganzen...aber jetzt stehen wir da und sind immer noch am Leben...und es geht uns - ganz ehrlich - besser denn je. Wir haben ein fantastisches Team an Trainern, Betreuern und natürlich an Athleten. Wahnsinn, was aus den kleinen Pfüpfis geworden ist - aus all den Schanzenfahrern, Angsthasen, talentfrei und ohne Potential. Und jetzt? Eigentlich unglaublich wie weit so Würste vom einzig wahren - Achtung Zitat: "Cervelat-Bratwurst-Verein" - fliegen können. Wir können unglaublich stolz sein auf das, was wir in den letzten Jahren erreicht haben und der Weg ist noch lange nicht zu Ende...er fängt gerade erst an. Vielleicht bekommen wir irgendwann die Anerkennung und Unterstützung, die wir verdient haben. Für die Arbeit in all den Jahren. *Zensur*. Die Resultate auf und neben der Schanze geben uns recht. Vielleicht machen irgendwann mal ein paar Leute die Augen auf - und ziehen die richtigen Konsequenzen - vielleicht auch nicht. Was interessiert es uns. Ansonsten machen wir es so wie immer - akribische Arbeit mit Geduld, Weitsicht, Sinn und Verstand und ganz viel Herz. Wir gehen unseren eigenen Weg und das kommt gut, sehr gut. Und wenn am Schluss auch nicht all unsere Athleten Olympiasieger werden können, so war es doch für alle eine wunderschöne Zeit mit unglaublich vielen schönen Erlebnissen. Und das ist auch was wert. Merci, Sara.

*Zensur*: "An allem Unrecht, das passiert, sind nicht nur die schuld, die es tun, sondern auch die, die es nicht verhindern." (frei nach Erich Kästner)



Erfolg ist einfach das Gefühl etwas Besonderes erreicht zu haben. Dafür muss man nicht unbedingt auf dem Podest stehen. Auch, und vor allem im Skispringen.

Danke allen, die uns in all den Jahren immer unterstützt haben und die uns auch weiterhin unterstützen werden!

Unsere nächsten Aufgaben stehen bereits an: ein kleiner Saisonabschluss mit Meisterfeier (vermutlich anfangs November), eine neue Anlaufspur für die HS25 in Gisbwil, neue Airex-Mätteli...und irgendwann in ferner Zukunft einmal ein Sprungski mit einem GO Bachtel GO-Deckblatt. Die Ideen gehen uns definitiv nicht aus...wir freuen uns auf jede Unterstützung.

Lange Rede, kurzer Sinn:

GO Bachtel GO





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