Sprungschanzen Gibswil im Zürcher-Oberland

Willkommen bei den Sprungschanzen Gibswil

Die ganzjahres Skisprunganlagen im Zürcher-Oberland.


Drei Podestplätze am Fis Schüler Grand Prix


Samstagmorgen in Ruhpolding. Das Wetter ist besser als gedacht. Nachdem die Hälfte des Teilnehmerfeldes ihren ersten offiziellen Trainingssprung absolviert haben, wird es plötzlich hektisch. Aufgrund eines etwas schwereren Sturzes eines finnischen Springers (Oberschenkelverletzung), verzögert sich der Trainingsdurchgang doch beträchtlich. Um einigermassen im Zeitplan zu bleiben wird der zweite Trainingssprung ersatzlos gestrichen. Das heisst, nach einer kurzen Pause startet gleich der Wettkampf.

Der Probesprung von Celina war bescheiden. Ich glaube, 32 oder 33 Meter. Ich habe es nicht wirklich verstanden. Ich weiss, dass Celina heute mit zwei guten Sprüngen aufs Podest springen könnte. Ich weiss aber auch, dass die Beine nach dem intensiven Sommerlager - im Gegensatz zur Konkurrenz - einfach nicht mehr frisch sind. Der erste Wertungsdurchgang läuft bereits, Celina ist an der Reihe. Sie kann sich deutlich steigern. Mit 35.5 Metern und einer soliden Landung setzt sich Celina an die Spitze. Nur zwei Mädchen springen nach ihr noch weiter. Für den Finaldurchgang heisst das: Celina wird als drittletzte zu ihrem Sprung starten. Meine Nerven sind jetzt doch ein wenig angespannt. Ich versuche mir nichts anmerken zu lassen. Wir gehen nochmals kurz den Sprung durch: Schwerpunkt vorne, erster Impuls aus den Beinen, Telemark. So einfach ist es.

Celina geht nach oben und ein paar Minuten später ist sie an der Reihe. Die Springerin vor ihr ist einen Meter weiter gesprungen als im ersten Durchgang. Celina startet zu ihrem Sprung und...landet einen Meter früher als zuvor - bei 34.5 Metern. Ich bekomme fast ein Herzchriesi. Der Vorsprung aus dem ersten Durchgang war 2.4 Punkte, also genau 1 Meter - und der ist jetzt weg. Ich weiss, jetzt kommt es auf die Stilnoten an. Das war bis jetzt nicht Celinas Paradedisziplin. Das ganze Sommerlager haben wir diese beschissene Telemark geübt. Immer und immer wieder habe ich es ihr gesagt. Und jetzt? Hat sie eine gemacht? Ich weiss es nicht - von oben konnte man es nicht sehen. Nach kurzer Zeit dann die Erlösung aus dem Lautsprecher. Celina bleibt an der Spitze...mit hauchdünnen 0.5 Punkten Vorsprung. Sie ist vermutlich das erste Schweizer Mädchen, das an einem Fis Schüler Grand Prix aufs Podest springt. Und warum?

Wegen dieser beschissenen Telemark, die wir das ganze Sommerlager hindurch geübt haben. Merci, Celina.

Viel auszusetzen gab es an den Sprüngen von Felix eigentlich nicht, aber es fehlte offensichtlich einfach an Punch aus den Beinen. Wäre die Schanze grösser gewesen, hätte es wohl trotzdem funktioniert. Auf dieser 40er wars dann einfach ein bisschen zu wenig, die Beine waren einfach zu leer. Beinahe hätte es auch so zum Sieg gereicht, wenn da nicht der Slowene im ersten Durchgang ein wenig Windglück gehabt hätte. So reichte es nicht ganz zum Sieg, aber dennoch zu einem sehr starken 2. Rang bei der S13.

Janne konnte seine Nervosität noch nicht ganz so gut handeln. Die Sprünge waren dann zu verkrampft, zu hektisch und dadurch halt nicht ganz soweit. Ich denke, pro Sprung 3-4 Meter weiter und damit eine deutlich bessere Platzierung wäre absolut realistisch gewesen. So sparten wir uns den Top-Sprung halt auf den Sonntag auf. Im Teamspringen, beim letzten Sprung, kam er dann: ein toller Flug auf 37.0 Meter und fast noch eine richtige Telemark dazu - ok, wir gebens zu, der Telemark war ein bisschen geschoben. Nichtsdestotrotz, auch wenn Janne seine guten Sprünge aus dem Sommerlager noch nicht wirklich zeigen konnte, die enormen Fortschritte waren ersichtlich. Um den nächsten Schritt nach vorne auf der Schanze zu machen, muss er jetzt zuerst einen Schritt nach vorne neben der Schanze machen: mehr Beweglichkeit! - und dann kommt's gut.

Dank - der nun 12-jährigen - Nora konnten wir ein reines Schweizer und ganz nebenbei erstmals ein reines Bachteler Mixed-Team machen. Mit 31.5 und 33.0 Metern verhalf Nora dem Mixed-Team den Sprung aufs Podest - mit einem tollen 3. Rang. Leider wurden die Mixed-Teams diesmal bei der Rangverkündigung nicht geehrt, was ein bisschen schade war. Egal. Es war eine super Teamleistung zum Abschluss einer langen und intensiven Woche. Und alle vier Bachteler sind am Schluss auf dem Podest gestanden - zumindest gedanklich - und das ist schöner als jeder Einzelsieg.



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