Sprungschanzen Gibswil im Zürcher-Oberland

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Die ganzjahres Skisprunganlagen im Zürcher-Oberland.


Schweizermeisterschaft in Kandersteg



Immer im Oktober stehen die Schweizermeisterschaften im Skispringen an. Diesmal nach längerer Abstinenz wieder einmal auf den Schanzen in Kandersteg. Vor vier Jahren war die SM zum letzten Mal zu Besuch im Berner Oberland, damals konnte aber der Elite-Wettkampf aufgrund von zu starkem Wind nicht durchgeführt werden - er wurde dann in Einsiedeln nachgeholt.

Insgesamt 12 Athlet:innen - die aktuell für den SC am Bachtel starten - waren in Kandersteg am Start. Meisterschaftsmedaillen gab es in den Kategorien U16-Jungs, U16-Mädchen, Damen, Junioren, Elite und im Teamwettkampf.

Für SM-Gold sorgte in diesem Jahr unsere Kleinste. Melinda Schoch packte beim Wettkampf zwei tolle Sprünge aus und mit 67.5 und 67 Metern flog die 10-jährige weit durch die Berner Oberländer Bergluft. Den U16-Mädchen-Titel holte sie sich mit grossem Vorsprung und die Medaille und den Blumenstrauss mit einem verschmitztem Lächeln auf dem Gesicht.



Der 13-jährige Lion Hösli mischte bei den U16-Jungs ganz vorne mit. Mit einem tollen ersten Sprung auf 69 Meter lag sogar Gold noch in Reichweite. Der zweite Sprung ging dann nicht mehr ganz so weit, aber mit 65.5 Meter und dem 2. Schlussrang holt sich Lion seine erste Medaille an einer Schweizermeisterschaft.



Bei der Elite und bei den Damen holten sich Dominik Peter (Silber/Elite) und Rea Kindlimann (Bronze/Damen) die weitere Medaillen, auch wenn beide nicht ganz so zufrieden mit ihren Leistungen waren.





Tolle Leistungen - noch knapp ohne Medaille - zeigten bei den Junioren Felix Trunz und Marius Sieber mit den Rängen 4 und 5. Beide Athleten lagen nach Durchgang 1 sogar in Nähe der Bronzemedaille, aber am Schluss reichte es dann noch nicht ganz für den Sprung aufs Podest - Ziel für nächstes Jahr. In der Elite-Kategorie sprang Lars Kindlimann ebenfalls nur knapp am Podest vorbei. Mit ein bisschen präziseren Absprüngen wäre die Bronzemedaille absolut in Reichweite gewesen. So wurde es nur Rang 5...aber immerhin noch vor Simon Ammann. Bei den Damen musste sich Celina Wasser zwar zum wiederholten Male mit dem 4. Rang begnügen, aber sie konnte sich beim Wettkampf in Kandersteg leistungsmässig doch schon deutlich näher an die Top3 schaffen als dies in den vergangen Jahren der Fall war. In der U16-Kategorie zeigten Noel Woodtli (9. Rang), Simon Kinscherf (15. Rang), Ivan Adam (18. Rang) und Jerome Dettling (22. Rang) bereits den einen oder anderen ansprechenden Sprung, für eine Top-Platzierung reichte es noch nicht ganz. Aber alle wissen, was es braucht um in den nächsten Jahren auch einmal auf dem Podest zu stehen und eine Medaille an der Schweizermeisterschaft zu gewinnen. Go for it.


Der Teamwettkampf am Sonntag wurde erfreulicherweise wieder einmal zu einem Krimi. Ausgetragen wurde der Teamwettkampf - nach der letztjährigen Premiere - wieder im Format "2 Springer:innen auf der grossen Schanze, 2 Springer:innen auf der kleinen Schanze". Da andere Regionalverbände in den vergangenen Jahren Mühe hatten ein schlagkräftiges Team zusammenzubringen, ging der Sieg im Teamwettkampf seit 2013 immer an den ZSV. Grundsätzlich hätte man es auch in diesem Jahr locker angehen können und einfach zwei Elite- oder Juniorenspringer auf der HS74 springen lassen. Hätte aber dem Wettkampf auf der HS74 nicht gut getan und es wäre auch nicht zu einer spannenden Ausgangslage gekommen.

So durften die besten beiden Springer vom Elite-Wettkampf auf der HS106 mit den besten beiden Springer vom U16-Wettkampf auf der HS74 ein Team bilden. Zum Teamwettkampf-Krimi kam es aber eigentlich nicht wegen der Ausgangslage, sondern weil es im Wettkampf auf der HS106 und auch auf der HS74 zu eher unerwarteten und überraschenden Situationen kam. Föhn von hinten und vielleicht nicht ganz so optimale Sprünge führten vor allem in Gruppe 2 zu einigen Abstürzen. So landete Dominik Peter für das Team ZSV 1 bei Durchgang 1 bei gerade Mal 81 Metern. Während Gregor Deschwanden für das Team ZSSV sein Soll erfüllte, klappte es bei Lean Niederberger auch wegen Problemen mit seiner Sprungbrille überhaupt nicht. Ein bisschen unerwartet lag dann nach der HS106-Schanze nicht eines der beiden Favoritenteams in Führung, sondern das Team ZSV 2 mit Lars Kindlimann und Yanick Wasser, die beide einen sehr guten Job abgeliefert hatten.

Auf der HS74 zog der Wind dann weiter von hinten die Springer:innen den Abhang hinunter. Aufgrund eines Sturzes eines Springers wurde es dann bis zum Schluss extrem spannend. Dank zwei soliden Sprüngen auf 67 Meter konnte Lion Hösli dann sein Team ZSV 1 mit einem unglaublich knappen Vorsprung von 1.3 Punkten auf das oberste Podest hieven. Das Team ZSSV musste sich mit Platz 2 begnügen, stand aber zum ersten Mal seit 2012 wieder auf dem Podest eines Teamwettkampfs. Etwas überraschend konnte das Team ZSV 2 bis zum Schluss auch um Gold mitkämpfen, auch dank den guten Sprüngen von Noel Woodtli und Mattias Haller. Am Schluss fehlten nur 10.9 Punkte auf Gold oder anders ausgedrückt...jeder Springer hätte einfach pro Sprung ungefähr einen halben Meter weiter Springen müssen.

So oder so...es war trotz den miserablen Windbedingungen ein toller Teamwettkampf.



Alle Bilder von der SM findet ihr auf unserer Dropbox >

Merci an das Organisationskomitee für den super Event!

Merci an alle, die uns unterstützen!


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